Soldatenbesoldung

Besoldung Oberstleutnant 2026

Fregattenkapitän bei der Marine · Besoldungsgruppe A 14, auch in A 15

Der Oberstleutnant ist in die Besoldungsgruppe A 14 eingestuft. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt zwischen 5.488,61 € in Stufe 1 und 7.383,21 € in der Endstufe. Wer als Offizieranwärter zum frühestmöglichen Zeitpunkt befördert wird und keine Vorzeiten anerkannt bekommt, steht rechnerisch in Stufe 6 mit 6.929,06 €. Daneben führt der Rechner den Oberstleutnant auch in der Besoldungsgruppe A 15, dort beträgt das Grundgehalt in Stufe 6 7.859,85 €. Die Tabelle auf dieser Seite gilt für A 14. Familienzuschlag und Stellenzulagen kommen gegebenenfalls hinzu. Bei der Marine heißt derselbe Dienstgrad Fregattenkapitän.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Oberstleutnant (A 14), A 14: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 15.488,61 €4.151,70 €
Stufe 25.816,86 €4.345,86 €
Stufe 36.146,62 €4.537,37 €
Stufe 46.474,87 €4.721,70 €
Stufe 56.701,18 €4.841,61 €
Stufe 66.929,06 €4.962,44 €
Stufe 77.155,35 €5.082,33 €
Stufe 87.383,21 €5.203,14 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt, ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Oberstleutnant (A 14)

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Eine Amtszulage ist für den Oberstleutnant im Rechner weder in A 14 noch in A 15 hinterlegt. Der Erhöhungsbetrag für Offiziere wird nur in den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 gezahlt und entfällt deshalb.

Die Zulage für militärische Führungsfunktionen wird nur bis zur Besoldungsgruppe A 14 gezahlt. In A 14 kommt sie in Frage, die höchste hinterlegte Stufe beträgt 150,00 € im Monat für einen Kompaniechef oder eine vergleichbare Funktion. In A 15 entfällt sie. Neben einer anderen Stellenzulage wird sie nur gezahlt, soweit sie diese übersteigt.

Weitere Zulagen richten sich nach der Verwendung, zum Beispiel Cyberverteidigung, IT-Betrieb oder eine Verwendung bei einer obersten Bundesbehörde. Die Staffelung nach Besoldungsgruppen unterscheidet dort nicht zwischen A 14 und A 15. Bei der Marine kommt der maritime Bereich in Frage, für die Besatzung in Dienst gestellter seegehender Schiffe sind es 350,00 €.

Beförderung

Zum Oberstleutnant wird man aus dem Dienstgrad Major befördert. Die Regelung A-1340/49 (Nr. 2028) verlangt 156 Monate seit der Ernennung zum Leutnant und 36 Monate als Major. Für fliegendes Personal, Kampfschwimmer und Kommandosoldaten gelten 132 und 30 Monate. Wer als Oberleutnant eingestellt wurde, braucht statt der 156 Monate nur 144, bei den verkürzten Fristen 132. Bei Einstellung als Hauptmann sind es 96 Monate (verkürzt 78), bei Einstellung als Major 48 (verkürzt 30).

Nächster Schritt ist der Oberst in A 16. Dafür sieht A-1340/49 204 Monate seit der Ernennung zum Leutnant und 48 Monate als Oberstleutnant vor, bei den verkürzten Fristen 174 und 36 Monate. Eine eigene Frist für den Oberstleutnant in A 15 weist der Beförderungsrechner nicht aus. Verbindlich ist ohnehin die Entscheidung der zuständigen personalbearbeitenden Stelle. Die Fristen begründen keinen Anspruch auf Beförderung, entscheidend bleiben Dienstposten, Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich der Oberstleutnant in A 14 von dem in A 15?

Beide führen dieselbe Dienstgradbezeichnung, nur die Besoldungsgruppe unterscheidet sich. In Stufe 6 beträgt das Grundgehalt in A 14 6.929,06 € und in A 15 7.859,85 €, in der Endstufe 7.383,21 € gegenüber 8.308,00 €. Wann ein Wechsel nach A 15 möglich ist, geht aus den Beförderungsfristen des Rechners nicht hervor.

Erhält ein Oberstleutnant in A 15 die Zulage für Führungsfunktionen?

Nein. Die Zulage für militärische Führungsfunktionen wird nur bis zur Besoldungsgruppe A 14 gezahlt. Ein Oberstleutnant in A 14 kann sie erhalten, zum Beispiel mit 150,00 € für einen Kompaniechef oder eine vergleichbare Funktion, in A 15 fällt sie weg. Bei den übrigen im Rechner hinterlegten Stellenzulagen macht der Wechsel nach A 15 keinen Unterschied, nur die Tabelle des Grundgehalts ist höher.

In welcher Erfahrungsstufe steht ein Oberstleutnant nach der Beförderung?

Die Stufe bleibt bei der Beförderung bestehen. Wer als Offizieranwärter zum frühestmöglichen Termin Oberstleutnant wird, hat 36 Monate bis zum Leutnant und danach 156 Monate hinter sich, zusammen 192 Monate oder 16 Jahre. Stufe 6 gilt nach 15 Jahren Erfahrungszeit bis zum 19. Jahr (§ 27 Abs. 3 BBesG). Ohne anerkannte Vorzeiten ergibt das Stufe 6. Das Grundgehalt steigt von 6.458,41 € als Major auf 6.929,06 €.

Wie lange dauert der Weg vom Leutnant zum Oberstleutnant?

Frühestens 13 Jahre. Der Major ist nach 120 Monaten seit der Ernennung zum Leutnant möglich, der Oberstleutnant nach 156 Monaten (A-1340/49 Nr. 2028). Hinzu kommen 36 Monate als Major, die bei diesem Zeitplan genau erreicht sind. Für den Oberst in A 16 braucht man mindestens 204 Monate seit dem Leutnant, also 17 Jahre.

Ist der Fregattenkapitän genauso besoldet?

Ja. Fregattenkapitän ist die Bezeichnung bei der Marine für denselben Dienstgrad, Besoldungsgruppe und Grundgehalt sind gleich. Unterschiede ergeben sich über Zulagen, etwa den maritimen Bereich, der für die Besatzung in Dienst gestellter U-Boote 700,00 € beträgt.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.