Soldatenbesoldung

Besoldung Oberstabsgefreiter 2026

Besoldungsgruppe A 5 mit Amtszulage · Mannschaften

Ein Oberstabsgefreiter ist in die Besoldungsgruppe A 5 eingestuft und erhält dazu eine Amtszulage von 52,65 € im Monat. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt mit Amtszulage zwischen 2.994,57 € in Stufe 1 und 3.503,89 € in der Endstufe. Den Dienstgrad gibt es frühestens nach vier Jahren Dienstzeit; ohne anerkannte Vordienstzeiten steht man dann meist in Stufe 2 und kommt dort auf 3.083,33 €. Dazu können Familienzuschlag und Stellenzulagen kommen. Was davon netto bleibt, hängt vor allem von Steuerklasse, Kindern und Pflegeversicherung ab; der Rechner unten ist auf den Oberstabsgefreiten voreingestellt.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Oberstabsgefreiter, A 5: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 12.994,57 €2.530,41 €
Stufe 23.083,33 €2.592,50 €
Stufe 33.154,62 €2.642,21 €
Stufe 43.224,49 €2.690,66 €
Stufe 53.294,37 €2.738,96 €
Stufe 63.365,67 €2.787,92 €
Stufe 73.435,48 €2.835,82 €
Stufe 83.503,89 €2.882,48 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt und Amtszulage (52,65 €), ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Oberstabsgefreiter

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Die Amtszulage gehört in A 5 zum Dienstgrad des Oberstabsgefreiten und beträgt 52,65 € im Monat. Der Stabsgefreite in derselben Besoldungsgruppe erhält sie nicht. Der Rechner berücksichtigt sie beim Oberstabsgefreiten automatisch.

Stellenzulagen sind an die Verwendung gebunden. Als Zugführer erhält man die Zulage für militärische Führungsfunktionen mit 130,00 € im Monat, als Gruppen- oder Truppführer mit 100,00 €. Trifft sie mit einer anderen Stellenzulage zusammen, wird sie nur gezahlt, soweit sie die andere übersteigt. Die Zulage für Kompaniefeldwebel ist auf A 7 bis A 9 beschränkt und kommt hier nicht in Frage.

Im luftfahrttechnischen Bereich sieht die Zulage für Prüf- und freigabeberechtigtes Personal 150,00 € im Monat vor. Für sonstige ständige Luftfahrzeugbesatzungsangehörige ist die Zulage für fliegerische Verwendung mit 435,00 € vorgesehen. Für beide gelten Konkurrenzvorschriften gegenüber anderen Zulagen, die der Rechner einrechnet.

Beförderung

Zum Oberstabsgefreiten wird man aus dem Dienstgrad Stabsgefreiter befördert. Die Laufbahn der Mannschaften verlangt dafür 48 Monate Dienstzeit (§ 11 SLV). Ab dem Stabsgefreiten braucht jeder Dienstgrad außerdem ein Jahr im bisherigen Dienstgrad (A-1340/49 Nr. 2023). Für den Oberstabsgefreiten sind das vier Jahre Dienstzeit und mindestens ein Jahr als Stabsgefreiter.

Nächster Schritt ist der Korporal in A 6. Dafür sind sieben Jahre Dienstzeit und ein Jahr als Oberstabsgefreiter nötig. Wer zum frühestmöglichen Termin befördert wurde, bleibt bis dahin drei Jahre Oberstabsgefreiter, denn die Dienstzeit von sieben Jahren dauert länger als das eine Jahr im Dienstgrad. Ein Anspruch auf Beförderung folgt aus den Fristen nicht, es braucht einen besetzbaren Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

Verdient ein Oberstabsgefreiter so viel wie ein Unteroffizier?

Beide stehen in A 5 und haben dieselbe Grundgehaltstabelle. Der Unterschied liegt in den Zuschlägen: Unteroffiziere erhalten in A 5 und A 6 einen Erhöhungsbetrag nach Anlage IV BBesG, den der Rechner nur für sie ansetzt. Der Oberstabsgefreite erhält dafür die Amtszulage von 52,65 €. Die Stufe richtet sich in beiden Fällen nach der Erfahrungszeit.

In welcher Stufe steht ein Oberstabsgefreiter nach der Beförderung?

Nach vier Jahren Erfahrungszeit steht man ohne anerkannte Vorzeiten in Stufe 2: Stufe 1 dauert zwei Jahre, Stufe 2 drei. Das Grundgehalt mit Amtszulage beträgt dort 3.083,33 €. Schon ein Jahr nach der Beförderung folgt Stufe 3 mit 3.154,62 €, wenn die Beförderung zum frühestmöglichen Termin erfolgte.

Was ändert sich finanziell bei der Beförderung zum Korporal?

Die Erfahrungsstufe bleibt gleich, nur die Tabelle wechselt von A 5 nach A 6. Der Korporal hat selbst keine Amtszulage; sie kommt erst mit dem Stabskorporal wieder hinzu. In Stufe 3 liegt der Oberstabsgefreite mit Amtszulage bei 3.154,62 €, der Korporal bei 3.208,20 €.

Warum liegt das Netto näher am Brutto als im Zivilberuf?

Soldatinnen und Soldaten zahlen weder Renten- noch Arbeitslosenversicherungsbeiträge, und eine gesetzliche Krankenversicherung gibt es nicht, weil die truppenärztliche Versorgung unentgeltlich ist. Was netto bleibt, hängt vor allem von Steuerklasse, Kindern und Pflegeversicherung ab. Ein Bruttovergleich mit der freien Wirtschaft führt deshalb leicht in die Irre; der Rechner oben zeigt das Netto für den Oberstabsgefreiten.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.