Soldatenbesoldung

Besoldung Oberfeldwebel 2026

Oberbootsmann bei der Marine · Besoldungsgruppe A 7 mit Amtszulage

Ein Oberfeldwebel steht in derselben Besoldungsgruppe wie der Feldwebel, nämlich A 7, erhält aber zusätzlich eine Amtszulage von 65,39 € im Monat. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt mit Amtszulage zwischen 3.203,76 € in Stufe 1 und 3.966,26 € in der Endstufe. Die Beförderung ist frühestens nach fünf Jahren Dienstzeit und zwei Jahren als Feldwebel möglich; wer dann keine Vordienstzeiten anerkannt bekommen hat, steht in der Regel in Stufe 3 und erreicht dort 3.416,25 €. Familienzuschlag und Stellenzulagen kommen gegebenenfalls hinzu. Der Rechner unten ist schon auf den Oberfeldwebel eingestellt. Bei der Marine heißt der Dienstgrad Oberbootsmann.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Oberfeldwebel, A 7: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 13.203,76 €2.676,26 €
Stufe 23.295,46 €2.739,71 €
Stufe 33.416,25 €2.822,67 €
Stufe 43.539,89 €2.906,98 €
Stufe 53.660,67 €2.988,67 €
Stufe 63.782,92 €3.070,76 €
Stufe 73.874,60 €3.131,94 €
Stufe 83.966,26 €3.192,76 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt und Amtszulage (65,39 €), ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Oberfeldwebel

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Die Amtszulage gehört zum Amt des Oberfeldwebels. Sie beträgt 65,39 € im Monat und ist in der Tabelle oben in der dritten Spalte bereits eingerechnet. Feldwebel und Oberfeldwebel stehen beide in der Tabelle A 7; die Amtszulage ist der Unterschied in der Besoldung.

Stellenzulagen hängen wie beim Feldwebel von der Verwendung ab. Die Zulage für Kompaniefeldwebel, 135,00 € im Monat, steht Soldaten der Besoldungsgruppen A 7 bis A 9 in dieser Funktion zu und damit auch dem Oberfeldwebel.

Für luftfahrttechnisches Prüf- und freigabeberechtigtes Personal beträgt die Stellenzulage 150,00 € im Monat. Neben der Zulage für militärische Führungsfunktionen, für den militärischen Flugsicherungsbetriebs-, Einsatzführungs- und Geoinformationsdienst oder für den maritimen Bereich wird sie nur gezahlt, soweit sie diese übersteigt. Wie sich die Zulagen im Einzelfall verrechnen, zeigt der Rechner in der Aufschlüsselung.

Beförderung

Zum Oberfeldwebel wird aus dem Dienstgrad Feldwebel befördert. Die Allgemeine Regelung A-1340/49 (Nr. 2027, Fußnote 22) verlangt fünf Jahre Dienstzeit und mindestens zwei Jahre seit der Ernennung zum Feldwebel. Die Soldatenlaufbahnverordnung kennt an dieser Stelle nur das eine Jahr des § 7 Abs. 2; für die Personalführung ist die strengere Regelung verbindlich. Es gilt das spätere der beiden Daten.

Wer mit einem höheren Dienstgrad eingestellt wurde, braucht weniger Dienstzeit: Als Unteroffizier eingestellt sind es vier Jahre, als Stabsunteroffizier drei, als Feldwebel zwei. Die Mindestzeit im Dienstgrad gilt auch dann.

Nächster Schritt ist der Hauptfeldwebel in A 8 (§ 20 Abs. 1 SLV). Aus den Fristen folgt kein Anspruch auf Beförderung: Es braucht einen besetzbaren höherwertigen Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

Was bringt die Amtszulage dem Oberfeldwebel gegenüber dem Feldwebel?

Beide Dienstgrade stehen in der Besoldungsgruppe A 7, das Grundgehalt ist in jeder Stufe gleich. Der Oberfeldwebel erhält zusätzlich 65,39 € im Monat. In Stufe 4 sind das 3.539,89 € statt 3.474,50 €.

Warum dauert es in der Regel mindestens zwei Jahre vom Feldwebel zum Oberfeldwebel?

Weil die A-1340/49 neben der Dienstzeit eine Mindestzeit im Dienstgrad verlangt. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein, maßgeblich ist die spätere. Das trifft vor allem Laufbahnwechsler mit langer Vordienstzeit: Wer 2012 eingetreten und im April 2025 Feldwebel geworden ist, kann frühestens im April 2027 Oberfeldwebel werden, obwohl die fünf Jahre Dienstzeit längst erfüllt sind.

Welche Verpflichtungszeit brauchen Zeitsoldaten für den Oberfeldwebel?

Zeitsoldaten brauchen eine Verpflichtungszeit von mindestens acht Jahren. Wer als Unteroffizier eingestellt wurde, braucht sieben, als Stabsunteroffizier sechs, als Feldwebel fünf Jahre (A-1340/49 Nr. 2026).

Welche Fristen gelten für fliegendes Personal, Kampfschwimmer und KSK?

Für fliegendes Personal, Kampfschwimmer und Kommandosoldaten im KSK gelten kürzere Zeiten (A-1340/49 Nrn. 2020, 2021). Zum Oberfeldwebel sind es dann viereinhalb Jahre Dienstzeit und mindestens eineinhalb Jahre seit der Ernennung zum Feldwebel, statt fünf und zwei Jahre.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.