Soldatenbesoldung

Besoldung Leutnant 2026

Leutnant zur See bei der Marine · Besoldungsgruppe A 9

Der Leutnant gehört zur Laufbahngruppe der Offiziere und ist in die Besoldungsgruppe A 9 eingestuft. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt zwischen 3.551,63 € in Stufe 1 und 4.535,33 € in der Endstufe. Wer als Offizieranwärter zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach drei Jahren ernannt wird und keine Vorzeiten anerkannt bekommt, steht rechnerisch in Stufe 2 mit 3.660,77 €. Zum Grundgehalt kommt für Offiziere in A 9 ein Erhöhungsbetrag von 11,62 €, den die Tabelle nicht enthält. Familienzuschlag und Stellenzulagen können folgen. Was netto bleibt, hängt von Steuerklasse, Kindern und Pflegeversicherung ab; der Rechner unten ist auf den Leutnant eingestellt. Bei der Marine heißt der Dienstgrad Leutnant zur See.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Leutnant, A 9: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 13.563,25 €2.922,75 €
Stufe 23.672,39 €2.996,56 €
Stufe 33.844,12 €3.111,71 €
Stufe 44.018,71 €3.227,38 €
Stufe 54.190,40 €3.339,99 €
Stufe 64.307,12 €3.415,87 €
Stufe 74.428,54 €3.494,13 €
Stufe 84.546,95 €3.569,95 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt und Erhöhungsbetrag (11,62 €), ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Leutnant

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Der Erhöhungsbetrag für Offiziere nach Anlage IV BBesG beträgt 11,62 € im Monat und wird nur in den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 gezahlt. Er steht nicht in der Grundgehaltstabelle, der Rechner rechnet ihn aber automatisch zum Grundgehalt hinzu. Eine Amtszulage gehört beim Leutnant nicht zum Amt, anders als etwa beim Oberstabsfeldwebel in derselben Besoldungsgruppe.

Als Stellenzulage kommt zum Beispiel die Zulage für militärische Führungsfunktionen in Frage, die bis zur Besoldungsgruppe A 14 gezahlt wird. Sie beträgt 130,00 € im Monat für einen Zugführer oder in vergleichbarer Funktion und 100,00 € für einen Gruppen- oder Truppführer oder in vergleichbarer Funktion. Neben einer anderen Stellenzulage wird sie nur gezahlt, soweit sie diese übersteigt.

Bei der Marine gibt es die Zulage für den maritimen Bereich: 350,00 € für die Besatzung in Dienst gestellter seegehender Schiffe, 700,00 € für die Besatzung in Dienst gestellter U-Boote. Eine fliegerische Verwendung wird mit einer eigenen Stellenzulage vergütet, etwa 540,00 € für Luftfahrzeugführer sonstiger Luftfahrzeuge. Nicht jede Zulage lässt sich mit jeder anderen kombinieren; die Konkurrenzregeln sind im Rechner hinterlegt.

Beförderung

Zum Leutnant wird man als Offizieranwärter aus dem Dienstgrad Oberfähnrich befördert. Die Dienstzeit muss frühestens 36 Monate betragen; die Laufbahnausbildung dauert mindestens drei Jahre, und befördert wird nur, wer die Offizierprüfung bestanden hat (§§ 24, 26 SLV).

Nächster Schritt ist der Oberleutnant in A 10. Dafür sieht die Regelung A-1340/49 (Nr. 2028) frühestens 30 Monate seit der Ernennung zum Leutnant vor. Für fliegendes Personal, Kampfschwimmer und Kommandosoldaten im Kommando Spezialkräfte gelten 24 Monate. Für Offiziere des militärfachlichen Dienstes nennt die A-1340/49 dieselben Werte (Nr. 2032). Die Fristen sind Untergrenzen: Einen Anspruch auf Beförderung begründen sie nicht, es braucht einen besetzbaren Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

In welcher Erfahrungsstufe beginnt ein Leutnant?

Das hängt von der Erfahrungszeit ab, die ab der ersten Ernennung mit Dienstbezügen läuft. Stufe 1 dauert zwei Jahre, Stufe 2 drei Jahre (§ 27 Abs. 3 BBesG). Wer nach der Mindestzeit von 36 Monaten zum Leutnant ernannt wird, steht daher in Stufe 2 mit 3.660,77 €. Nach insgesamt fünf Jahren folgt Stufe 3 mit 3.832,50 €. Anerkannte Vorzeiten nach § 28 BBesG verschieben die Einstufung nach oben.

Warum steht in der Tabelle weniger, als ein Leutnant erhält?

Die Grundgehaltstabelle enthält den Erhöhungsbetrag für Offiziere nicht. Er wird für Offiziere der Besoldungsgruppen A 9 und A 10 zusätzlich gezahlt (Anlage IV BBesG), derzeit 11,62 € im Monat, und ist im Rechner bereits eingerechnet. Im Ergebnis des Rechners steht er als eigene Zeile unter dem Grundgehalt.

Was ändert sich im Gehalt mit der Beförderung zum Oberleutnant?

Die Erfahrungsstufe bleibt, die Tabelle wechselt von A 9 nach A 10. In Stufe 3 steigt das Grundgehalt von 3.832,50 € auf 4.152,63 €. Der Erhöhungsbetrag für Offiziere gilt in beiden Besoldungsgruppen und läuft deshalb weiter.

Ist der Leutnant zur See genauso besoldet?

Ja. Leutnant zur See ist die Bezeichnung bei der Marine für denselben Dienstgrad, beide führen die Besoldungsgruppe A 9. Unterschiede entstehen nur über Zulagen, etwa den maritimen Bereich mit 350,00 € für die Besatzung in Dienst gestellter seegehender Schiffe.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.