Soldatenbesoldung

Besoldung Hauptmann 2026

Kapitänleutnant bei der Marine · Besoldungsgruppe A 11, auch in A 12

Der Hauptmann ist in die Besoldungsgruppe A 11 eingestuft. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt zwischen 4.295,50 € in Stufe 1 und 5.611,55 € in der Endstufe. Wer als Offizieranwärter zum frühestmöglichen Zeitpunkt befördert wird und keine Vorzeiten anerkannt bekommt, steht in Stufe 4 mit 4.981,98 €. Daneben führt der Rechner den Hauptmann auch in der Besoldungsgruppe A 12, dort beträgt das Grundgehalt in Stufe 4 5.404,66 €. Die Tabelle und der Rechner auf dieser Seite gelten für A 11. Familienzuschlag und Stellenzulagen kommen gegebenenfalls hinzu. Bei der Marine heißt derselbe Dienstgrad Kapitänleutnant.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Hauptmann (A 11), A 11: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 14.295,50 €3.408,34 €
Stufe 24.524,81 €3.555,81 €
Stufe 34.752,65 €3.700,15 €
Stufe 44.981,98 €3.843,32 €
Stufe 55.139,35 €3.940,19 €
Stufe 65.296,74 €4.036,16 €
Stufe 75.454,13 €4.131,05 €
Stufe 85.611,55 €4.224,97 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt, ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Hauptmann (A 11)

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Der Erhöhungsbetrag für Offiziere wird nur in den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 gezahlt. Wer vom Oberleutnant zum Hauptmann befördert wird, erhält ihn deshalb nicht mehr. Eine Amtszulage gehört beim Hauptmann nicht zum Amt.

In Frage kommt zum Beispiel die Zulage für militärische Führungsfunktionen, die bis zur Besoldungsgruppe A 14 gezahlt wird. Als Kompaniechef oder in vergleichbarer Funktion sind es 150,00 € im Monat, als Zugführer oder in vergleichbarer Funktion 130,00 €, als Gruppen- oder Truppführer oder in vergleichbarer Funktion 100,00 €. Neben einer anderen Stellenzulage wird sie nur gezahlt, soweit sie diese übersteigt.

Weitere Stellenzulagen hängen von der Verwendung ab, zum Beispiel der maritime Bereich mit 350,00 € für die Besatzung in Dienst gestellter seegehender Schiffe oder eine fliegerische Verwendung. Bei mehreren Zulagen greifen Konkurrenzregeln, die der Rechner berücksichtigt.

Beförderung

Zum Hauptmann wird man aus dem Dienstgrad Oberleutnant befördert. Die Regelung A-1340/49 (Nr. 2028) verlangt 66 Monate seit der Ernennung zum Leutnant und 36 Monate als Oberleutnant. Für fliegendes Personal, Kampfschwimmer und Kommandosoldaten im Kommando Spezialkräfte gelten 54 und 30 Monate. Wer gleich als Oberleutnant eingestellt wurde, braucht statt der 66 Monate nur 54, bei den verkürzten Fristen 42. Für Offiziere des militärfachlichen Dienstes nennt die A-1340/49 dieselben Werte (Nr. 2032).

Nächster Schritt ist der Major in A 13. Dafür sind 120 Monate seit der Ernennung zum Leutnant und 54 Monate als Hauptmann vorgesehen, bei den verkürzten Fristen 102 und 48 Monate. Offiziere des militärfachlichen Dienstes werden Stabshauptmann, frühestens 15 Jahre nach der Ernennung zum Leutnant und sechs Jahre nach der zum Hauptmann (§ 46 Abs. 2 SLV).

Eine eigene Frist für den Hauptmann in A 12 weist der Beförderungsrechner nicht aus. Verbindlich ist ohnehin die Entscheidung der zuständigen personalbearbeitenden Stelle. Aus den Fristen folgt in keinem Fall ein Anspruch auf Beförderung: Es braucht einen besetzbaren Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

In welcher Erfahrungsstufe steht ein Hauptmann nach der Beförderung?

Die Stufe richtet sich nach der Erfahrungszeit und bleibt bei der Beförderung bestehen. Wer als Offizieranwärter zum frühestmöglichen Termin Hauptmann wird, hat mindestens 102 Monate Dienstzeit hinter sich: 36 Monate bis zum Leutnant, danach 66. Ohne anerkannte Vorzeiten (§ 28 BBesG) ergibt das Stufe 4. Das Grundgehalt steigt dort von 4.370,42 € als Oberleutnant auf 4.981,98 €.

Wie unterscheidet sich der Hauptmann in A 11 vom Hauptmann in A 12?

Beide führen dieselbe Dienstgradbezeichnung, nur die Besoldungsgruppe unterscheidet sich. In Stufe 4 beträgt das Grundgehalt in A 11 4.981,98 € und in A 12 5.404,66 €, in der Endstufe 5.611,55 € gegenüber 6.157,12 €. Wann ein Wechsel nach A 12 möglich ist, geht aus den Beförderungsfristen des Rechners nicht hervor.

Ändern sich die Zulagen mit der Besoldungsgruppe A 12?

Die im Rechner hinterlegten Stellenzulagen unterscheiden sich zwischen A 11 und A 12 nicht. Die Führungszulage von 150,00 € bis 100,00 € ist ohnehin unabhängig von der Besoldungsgruppe, und die nach Besoldungsgruppen gestaffelten Zulagen fassen A 10 bis A 13 in einer Stufe zusammen. Nur das Grundgehalt ändert sich.

Wie lange dauert der Weg vom Leutnant zum Major?

Frühestens zehn Jahre. Der Oberleutnant ist nach 30 Monaten seit der Ernennung zum Leutnant möglich, der Hauptmann nach 66 Monaten, der Major nach 120 Monaten (A-1340/49 Nr. 2028). Zusätzlich muss jeweils die Mindestzeit im bisherigen Dienstgrad erfüllt sein, beim Hauptmann sind das 54 Monate bis zum Major.

Ist der Kapitänleutnant genauso besoldet?

Ja. Kapitänleutnant ist die Bezeichnung bei der Marine für denselben Dienstgrad, Besoldungsgruppe und Grundgehalt sind gleich. Unterschiede ergeben sich über Zulagen, etwa den maritimen Bereich, der für die Besatzung in Dienst gestellter U-Boote 700,00 € beträgt.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.