Soldatenbesoldung

Besoldung Feldwebel 2026

Bootsmann bei der Marine · Besoldungsgruppe A 7

Ein Feldwebel ist in die Besoldungsgruppe A 7 eingestuft. Nach der Tabelle ab 01.05.2026 liegt das Grundgehalt zwischen 3.138,37 € in Stufe 1 und 3.900,87 € in der Endstufe. Wer frühestens nach drei Jahren Dienstzeit befördert wird, steht ohne anerkannte Vordienstzeiten in der Regel in Stufe 2 und kommt dort auf 3.230,07 €. Eine Amtszulage gibt es erst beim Oberfeldwebel. In der Feldwebel-Laufbahn zählt ab dem Feldwebel neben der Dienstzeit auch die Zeit im bisherigen Dienstgrad; die Beförderung setzt die bestandene Feldwebelprüfung voraus. Bei der Marine heißt der Dienstgrad Bootsmann. Der Rechner unten ist schon auf den Feldwebel eingestellt.

Brutto und Netto je Erfahrungsstufe

Feldwebel, A 7: Brutto und Netto je Erfahrungsstufe, Monatsbeträge
StufeBruttoNetto
Stufe 13.138,37 €2.630,87 €
Stufe 23.230,07 €2.694,49 €
Stufe 33.350,86 €2.777,78 €
Stufe 43.474,50 €2.862,42 €
Stufe 53.595,28 €2.944,53 €
Stufe 63.717,53 €3.026,95 €
Stufe 73.809,21 €3.088,38 €
Stufe 83.900,87 €3.149,46 €

Stand: Besoldungstabelle ab 01.05.2026, Monatsbeträge. Brutto: Grundgehalt, ohne Familienzuschlag und Stellenzulagen. Netto: Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, ohne Beitrag zur Pflegeversicherung, also so, wie der Rechner unten voreingestellt ist. Für den eigenen Fall die Angaben im Rechner ändern.

Netto-Rechner für Feldwebel

01 Dienstverhältnis

Stufenaufstieg nach § 27 Abs. 3 BBesG

02 Steuern und Versicherung

Die Krankenversorgung ist für aktive Soldatinnen und Soldaten kostenfrei (unentgeltliche truppenärztliche Versorgung). Die Pflegeversicherung bleibt aber Pflicht — wegen der Heilfürsorge zum halben Beitragssatz (§ 55 SGB XI), kinderlos zuzüglich 0,6 Prozentpunkte.

Eigene Beiträge, etwa für eine Anwartschafts- oder private Pflegepflichtversicherung. Der Betrag erhöht das ausgewiesene Netto: Er mindert über die Vorsorgepauschale die Lohnsteuer, wird aber nicht von den Bezügen einbehalten — die Lastschrift geht vom eigenen Konto ab und steht deshalb nicht auf der Bezügemitteilung. Was danach bleibt, zeigt die Aufschlüsselung gesondert.

03 Familienzuschlag

Geschiedene mit Unterhaltspflicht zählen wie verwitwet (§ 40 Abs. 1 BBesG).

04 Arbeitszeit

Teilzeit kürzt die Dienstbezüge anteilig (§ 6 Abs. 1 BBesG). Einzeln abzugeltende Erschwerniszulagen bleiben ungekürzt (§ 2 Abs. 2 EZulV).

05Stellenzulagen

Zulagen für bestimmte Funktionen und Verwendungen nach den Vorbemerkungen zu den Bundesbesoldungsordnungen A und B in Verbindung mit Anlage IX BBesG. Konkurrenzvorschriften werden automatisch angewendet.

06Erschwerniszulagen

Monatliche Zulagen für besondere Erschwernisse nach Abschnitt 4 der Erschwerniszulagenverordnung.

07Einzeln abzugeltende Erschwernisse

Zulagen nach tatsächlichem Umfang im Kalendermonat (Abschnitt 2 EZulV). Diese Beträge werden bei Teilzeit nicht gekürzt.

08 Auslandsverwendung

Der Auslandsverwendungszuschlag nach § 56 BBesG ist nach § 3 Nr. 64 EStG steuerfrei und erhöht das Netto in voller Höhe.

Zulagen

Eine Amtszulage hat der Feldwebel nicht. In derselben Besoldungsgruppe kommt sie erst mit dem Oberfeldwebel hinzu und beträgt dort 65,39 € im Monat.

Für Feldwebel in Führungsfunktionen gibt es die Zulage für militärische Führungsfunktionen: 130,00 € im Monat für Zugführer, 100,00 € für Gruppen- und Truppführer. Die Zulage für Kompaniefeldwebel (135,00 € im Monat) ist auf die Besoldungsgruppen A 7 bis A 9 begrenzt, die Besoldungsgruppe A 7 gehört dazu.

Feldjäger mit vollzugspolizeilichen Aufgaben erhalten eine Stellenzulage, die mit der Dienstzeit steigt: 95,00 € nach einem Jahr, 228,00 € nach zwei Jahren. Sie wird nicht neben der Zulage für Nachrichtendienste des Bundes gezahlt.

Die Zulagen für Cyberverteidigung, für den IT-Betrieb und für Fernmelde- und elektronische Aufklärung sind nach Besoldungsgruppen gestaffelt. A 6 bis A 9 bilden dabei eine gemeinsame Stufe: Ein Feldwebel in A 7 erhält also dieselbe Zulage wie ein Hauptfeldwebel in A 8. Die Konkurrenzvorschriften, nach denen sich Zulagen gegenseitig begrenzen, wendet der Rechner an.

Beförderung

Zum Feldwebel wird in der Feldwebel-Laufbahn befördert, wer die Feldwebelprüfung bestanden hat. Verlangt werden außerdem drei Jahre Dienstzeit (§§ 18, 20 SLV) und mindestens ein Jahr im Dienstgrad Stabsunteroffizier (§ 7 Abs. 2 SLV).

Die Ernennung zum Feldwebel ist der Bezugspunkt für die nächsten Fristen. Zum Oberfeldwebel verlangt die Allgemeine Regelung A-1340/49 (Nr. 2027) fünf Jahre Dienstzeit und mindestens zwei Jahre seit der Ernennung zum Feldwebel. Wer gleich als Feldwebel eingestellt wurde, braucht für den Oberfeldwebel zwei statt fünf Jahre Dienstzeit; die Mindestzeit im Dienstgrad gilt auch dann. Auch für den Stabsfeldwebel und den Oberstabsfeldwebel zählt die Zeit seit der Ernennung zum Feldwebel.

Aus den Fristen folgt kein Anspruch auf Beförderung: Es braucht einen besetzbaren höherwertigen Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Häufige Fragen

Reicht die Dienstzeit allein für die Beförderung zum Feldwebel?

Nein. Neben den drei Jahren Dienstzeit müssen die Feldwebelprüfung bestanden und mindestens ein Jahr als Stabsunteroffizier erfüllt sein. Die berechneten Termine sind die Untergrenze und nicht das Datum der Beförderung, denn es braucht auch einen besetzbaren Dienstposten sowie Eignung, Befähigung und Leistung.

Wie viel Grundgehalt hat ein Feldwebel in den ersten Stufen?

In Stufe 1 sind es 3.138,37 €, in Stufe 2 3.230,07 € und in Stufe 3 3.350,86 €. Stufe 1 dauert zwei Jahre, Stufe 2 weitere drei Jahre (§ 27 Abs. 3 BBesG). Die Stufe richtet sich nach der Erfahrungszeit seit dem Diensteintritt: Wer erst nach drei Jahren Feldwebel wird, startet in diesem Dienstgrad ohne Vordienstzeiten schon in Stufe 2.

Bekommt ein Feldwebel eine Amtszulage?

Nein. Der Feldwebel steht in A 7 ohne Amtszulage. Der Oberfeldwebel hat dieselbe Gehaltstabelle, bekommt aber 65,39 € im Monat dazu. In Stufe 3 liegt das Grundgehalt des Feldwebels bei 3.350,86 €, das des Oberfeldwebels mit Amtszulage bei 3.416,25 €.

Wie wirkt sich die Ernennung zum Feldwebel auf spätere Beförderungen aus?

Die A-1340/49 rechnet die Fristen der höheren Feldwebeldienstgrade ab der Ernennung zum Feldwebel (Nr. 2027): Zum Oberfeldwebel gelten zwei Jahre, zum Stabsfeldwebel 16 Jahre und zum Oberstabsfeldwebel 19 Jahre seit diesem Tag. Beförderungen zum Stabsfeldwebel sind seit Juli 2026 bis auf Weiteres ausgesetzt, weil das Oberverwaltungsgericht NRW die Wartezeit von 16 Jahren für rechtswidrig hält.

Quellen

  • BBesG, Anlage IV: Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung A

    Grundgehalt je Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe.

    gesetze-im-internet.de
  • BBesG, Anlage IX: Amtszulagen

    Höhe der Amtszulagen je Besoldungsgruppe.

    gesetze-im-internet.de
  • § 27 BBesG: Erfahrungsstufen

    Aufstieg in den Stufen des Grundgehalts nach Erfahrungszeit.

    gesetze-im-internet.de
  • Soldatenlaufbahnverordnung (SLV)

    Laufbahnen und Dienstzeiten für die Beförderung.

    gesetze-im-internet.de
  • Allgemeine Regelung A-1340/49

    Fristen für die Beförderung in der Personalführung der Bundeswehr.

Diese Seite gibt die Besoldungstabelle ab 01.05.2026 wieder und ersetzt keine Beratung. Maßgeblich ist die Bezügemitteilung.